Linsenoperationen

Refraktiver Linsenaustausch
(Refractive Lens Exchange, kurz RLE)

Ein refraktiver Linsenaustausch zur Korrektur der Fehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit entspricht quasi einer „vorgezogenen“ Operation am Grauen Star. Vorgezogen deshalb, weil die natürliche Linse des Auges bei Alterssichtigkeit zwar unflexibel, aber noch klar ist. Es liegt also keine Linsentrübung wie bei einem grauen Star vor, bei der eine Linsenoperation medizinisch angezeigt wäre. Ziel ist es vielmehr, die Unabhängigkeit von Brille, Lesebrille oder Gleitsichtbrille zu erreichen. Aus diesem Grund wird der Eingriff als “Refraktiver” Linsenaustausch bezeichnet.

Welche Implantate (Premiumlinsen) werden hierbei verwendet?

Es gibt verschiedene intraokular Linsenmodelle, zwischen denen Sie wählen können. Alle haben das Ziel ein schärferes Sehen zu ermöglichen. Es gibt Linsenmodelle für die unterschiedlichen Sehbereiche: für die Ferne, für die Nähe, für die Ferne- und Intermediären Bereich (Computerbereich/Armaturenbrett im Auto) oder eine Linse für alle drei Bereiche.

Vor dem Linsenaustausch beraten wir Sie gern über die Linsen, die für Sie und Ihre Sehgewohnheiten individuell am besten geeignet sind.

Wann ist ein Refraktiver Linsenaustausch sinnvoll?

Bei einem refraktiven Linsenaustausch, auch Clear Lens Exchange (CLE) oder Refraktive Lens Exchange (RLE) genannt, wird die klare natürliche Augenlinse gegen eine  Premiumlinse  ausgetauscht. Dieser Eingriff ist eine Option für Menschen, die langfristig unabhängig von Brillen oder Kontaktlinsen sein möchten. Ferner ist es eine Option für Patienten bei denen klassisches Augenlasern oder eine intraokulare Kontaktlinsenversorgung nicht mehr in Frage kommt.

Wie auch bei der Kataraktoperation, kann der Refraktive Linsenaustausch manuell oder mittels Femto-Laser erfolgen

Häufige Fragen zu Refraktivem Linsenaustausch (RLE)

1Was ist ein refraktiver Linsenaustausch (RLE)?
Der refraktive Linsenaustausch (englisch: Refractive Lens Exchange, kurz RLE) ist ein operatives Verfahren zur dauerhaften Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit (Presbyopie). Dabei wird die natürliche Augenlinse durch eine künstliche, maßgeschneiderte Intraokularlinse (IOL) ersetzt – ähnlich wie bei einer Kataraktoperation. Ziel ist scharfes Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen.
2Für wen ist ein refraktiver Linsenaustausch geeignet?
Ein RLE kommt vor allem für Patienten in Frage, die aufgrund ihres Alters, hoher Dioptrienwerte oder beginnender Alterssichtigkeit eine dauerhafte Brillenunabhängigkeit anstreben. Besonders geeignet ist das Verfahren, wenn andere Laser‑Methoden wie LASIK, Femto‑LASIK oder PRK nicht infrage kommen – etwa bei starken Fehlsichtigkeiten, trockenen Augen oder zu dünner Hornhaut. Ob RLE sinnvoll ist, wird in einer ausführlichen Voruntersuchung individuell geklärt.
3Wie schnell verbessert sich das Sehvermögen nach RLE?
Viele Patienten berichten von einer deutlichen Sehverbesserung bereits kurz nach der Operation, oft noch am selben Tag oder innerhalb weniger Tage. Die endgültige Visuserholung kann sich über einige Wochen stabilisieren. Abhängig von der gewählten Linse und individuellen Faktoren kann die Sehqualität weiter verbessern und die Abhängigkeit von Sehhilfen deutlich reduziert werden. Regelmäßige Nachkontrollen sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu begleiten.
4Wie schnell verbessert sich das Sehvermögen nach RLE?
Viele Patienten berichten von einer deutlichen Sehverbesserung bereits kurz nach der Operation, oft noch am selben Tag oder innerhalb weniger Tage. Die endgültige Visuserholung kann sich über einige Wochen stabilisieren. Abhängig von der gewählten Linse und individuellen Faktoren kann die Sehqualität weiter verbessern und die Abhängigkeit von Sehhilfen deutlich reduziert werden. Regelmäßige Nachkontrollen sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu begleiten.
5Welche Vorteile und Risiken hat ein refraktiver Linsenaustausch?
Vorteile: dauerhafte Korrektur von Fehlsichtigkeiten, mögliche Unabhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen, gleichzeitig auch Behandlung der Alterssichtigkeit (Presbyopie) möglich, keine Anforderungen an Hornhautdicke, wie bei manchen Laser‑Methoden. Risiken: Wie bei jedem operativen Eingriff können Komplikationen auftreten – darunter vorübergehende Blend‑ oder Lichtempfindlichkeit, trockene Augen, Infektionen, Verschiebungen der Linse oder in seltenen Fällen Netzhautkomplikationen. Eine sorgfältige Voruntersuchung, professionelle Durchführung und Nachsorge minimieren Risiken.